Reste sind das Beste!

Reste sind das Beste!

Ich mag Reste.

Derzeit sind Reste sogar meine Hauptnahrungsquelle, denn was das Kind nicht mag, das esse ich – und sonst eher nichts. Und man hungert dabei nicht mal!

Stoffreste sind auch was schönes, weil man hier meist mit ordentlich Rabatt immernoch schöne Stücke bekommt. Auch mit nur 30 Zentimetern Stoff lässt sich viel anfangen, vor allem, wenn man für Kinder näht. So bin ich derzeit guter Kunde bei der Resterampe von Michas Stoffecke. So kam ich zu einem Stück ziegelrotem Crash-Stretch-Babycord für nur 1,75 Euro, der jetzt mit einem Teil eines Reststückes Teddy-Stepper sein neues Leben als bommelwarme Weste in ca. Größe 96 beginnt.
Mir gefällt sie super, auch weil ich ein wenig stolz bin, dass ich den Reißberschluss mal nicht verkackt habe! Jetzt muss der Nachwuchs sie nur noch mögen. Aber das hat noch Zeit, denn momentan würde jeder in einem derartigen Kleidungsstück zerlaufen.

Dazu kommen noch ein paar Fotos eines maritimen SAKKOs, das ich für eine Freundin genäht habe. Und vom Sweat sowie vom roren Anker-Jersey sind natürlich RESTE übrig, die ich derzeit noch anstarre, die sich aber bald auch zu etwas schmuckem transformieren lassen. Weggeschmissen wird nix, was noch brauchbar ist!

 

In fremden Gewässern

In fremden Gewässern

Pastellfarben, genauer: Rosa, waren und sind einfach nicht meins. Es steht mir nicht, bzw. fühle ich mich darin mehr als unwohl. Mann und Nachwuchs in rosa Kleidung kommt ebenfalls nicht vor, von daher: Fremdland für mich.
Dann kommt es aber so, dass die Cousine ein bis zwei zauberhafte kleine Töchter hat, und bei der großen mit 2 1/2 Jahren jetzt das rosa-Fieber ausgebrochen ist. Dann ist eine größere Bestellung im Stoffversand nötig (rosa Terror freundlichst und schnellstes geliefert von: Michas Stoffecke). Wenigstens steht ihr die Farbe wirklich hervorragend!

Daraus werden jetzt Kleidchen nach eigenem Schnittmuster und bisher schon zwei “SAKKO-Kids” von EvLi’s Needle. Letzteres ist ein sehr schicker unisex-Schnitt mit offenen Nähten, bei dem man absolut Nichts falsch machen kann.
Die “KnitKnit” von Hamburger Liebe – in diesem Fall die Variante mit den knallig-bunten dünnen Streifen – eigenen sich toll dafür, aber auch jeder andere Sweat geht gut.

Die Bilderflut in ist-ja-fast-sowas-wie-rot-wenn-man-nicht-genau-hinguckt folgt hier:

Ausmalerei!

Ausmalerei!

Wenn der Kindergarten gerne “mal was anderes” zum Sommerfest machen würde, dann kommt der Textilfreund gleich um die Ecke geschlichen! Zusammen mit bb-production werden jetzt langweilige weiße T-Shirts ganz in Eigenregie zu bunten und einzigartigen Kunstwerken. Die lieben Kleinen bemalen ja eh so ziemlich alles um das Papier außenrum, warum dann nicht auch gleich direkt auf das, was man danach ganz stolz anziehen kann?
Also: Los geht’s, Vorlagen zeichnen!

Hand me down

Hand me down

So ziemlich jeder dürfte das Gefühl kennen. Man steht vor dem Kleiderschrank und hält ein T-Shirt/Hemd/… in der Hand, das man gefühlt 20 Jahre am Stück getragen hat, weil man es einfach mochte. Und dann stellt man fest: es passt nicht mehr. Oder, fast noch schlimmer: es zeigen sich erste Löcher und die Nähte geben nach. Aber wegwerfen will man es doch nicht.
Gerade wenn es frischen Nachwuchs gab oder bald gibt, stellt sich eher die Größenfrage. Passe ich da jemals wieder rein? In meinem Fall hieß es zumindest: “Haha, netter Gedanke – vergiss es. Niemals.”

Also was tun? Eigentlich ganz einfach. Wenn der Stoff noch gut und genug Fläche da ist, warum nicht aus seinem eigenen Lieblingsstück etwas für’s Kind machen? Jersey (also “T-Shirt-Stoff)” geht für Bodies super, man braucht nur noch Bündchen und Druckknöpfe. Aber auch aus dem Hemd von Papa wird noch ein Kleidchen. Upcycling! Vorteile: Riecht nach Mama/Papa, ist nach X Wäschen ziemlich sicher schadstofffrei und es landet ein Teil weniger im Müll. Außerdem ist es ein Unikat.

Das Mäuschen hier zur Linken war ein T-Shirt. Jetzt ist es ein Turnbeutel. Da dürfen sich nun Papa und Kind kabbeln, wer es mit in die Arbeit bzw. den Kindergarten nehmen darf!
Das Teaser-Bild dieses Beitrags, eine Short, war vormittags noch ein Polo.

Da aber nicht jeder nähen kann oder will – was ich echt verstehen kann – muss eine Möglichkeit her, um das jedem, der möchte, zugänglich zu machen. Ich dachte, dass es da bereits X Angebote im Netz gibt. Aber: Nein! Weit gefehlt, ich hab’ kein einziges gefunden.

Da lass ich mich nicht lumpen, dann mach ich es selbst. HA! Also die lustige Maria angeschleppt, die sich ratz fatz von der Idee hat überzeugen lassen und sofort dabei war eine Homepage dafür aufzusetzen. 2 Nächte später stand die Idee schon auf festeren Beinchen, bald wird sie das Licht der Welt erblicken. Wir haben sie “Hand Me Down” genannt, weil es im Deutschen irgendwie keinen griffigen Begriff (muhaha) dafür gibt.

Ein wenig im Freundeskreis die Fühlerchen ausgestreckt und schon waren willige Neu- oder Bald-Mamas gefunden, die mir jetzt Kleidungsstücke zukommen lassen wollen. Respekt, das erfordert schon etwas Mut sein Lieblingshemd einer Fremden zu geben, ohne genau zu wissen was man da zurück bekommt.

Also wird es bald einen zweiten Spielplatz für mich geben. Ich hoffe, dass ich damit bald vielen Eltern eine Freude machen kann. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Von gelben Dingen und Schatten

Von gelben Dingen und Schatten

Mein erster Polokragen, der so aussieht wie er soll!

Schick, nicht? Ich bin ganz stolz, dass es mal nicht aussieht wie gewollt und nicht gekonnt. Leider weiß ich nicht mehr, woher ich den Stoff habe, das ist so ein “der war halt da” aus meiner 0,5-Meter-Grabbelkiste. So ein klein wenig neidisch bin ich ja schon auf das Hemdchen – allerdings sieht so ziemlich jeder, der Größe 104 hinter sich gelassen hat, in gelben Shorts deplatziert aus. Es sei dem Minimodel daher gegönnt ganz alleine gut auszusehen.

Und jetzt zum Schatten

Nachdem mich jetzt schon die dritte Person aus dem Freundeskreis angestachelt hat, war es heute Nacht dann endlich so weit und eine Idee war geboren. Es muss ja nicht jeder alles können – und nähen schon gleich gar nicht. Ich freue mich, dass ich es halbwegs kann, verstehe aber auch jeden, der sagt, dass es absolut nicht seine Welt ist. Aber deswegen muss man ja nicht auf besondere Stücke verzichten, die eine Geschichte erzählen können, oder? Jetzt rumort es im Hintergrund. Ein Name für die Idee ist gefunden, eine Domain so gut wie registriert und im Geiste schon der halbe Onlineshop fertig.
Warten wir mal ab, was in den kommenden Wochen passiert! Ich freu mir schon mal präventiv einen Keks. Ha!

Sommer!

Sommer!

Jawoll, endlich kommt Leben in die virtuelle Bude!

Es ist derzeit nicht nur warm, sondern heiß. Und mir, dem Fichtelgebirgskind, ist alles über 20 Grad zu warm. Über 30 kommt der Vorhölle gleich. Und weil es auch dem Nachwuchs so geht, zieht man selbigem außer der Windel vorrangig gar nichts an. Das kommt z.B. beim Einkaufen eher nicht so gut an. Und genau deswegen folgt ein Griff in die Stoffkiste und der Gang zur Nähmaschine, damit das Kind zumindest ein schickes T-Shirt samt passender kurzen Hose am Leib hat, wenn es auswärts geht.

Da aber nicht jeder Zwerg eine nähbegeisterte Mama sein Eigen nennt, die Unikate auf den Minikörper schneidert, nähe ich einfach ein paar mehr und sorge dafür, dass man die Einzelstücke kaufen kann.
Derzeit sind meine Sachen im wunderbaren kleinen Wunderkind-Lädchen zu haben, ihr findet sie im “Selbermacher-Regal” ganz oben.
Für die Bodies und T-Shirts auf den Fotos habe ich unter anderem die (natürlich längst ausverkaufte) Anker-Möwe-Eigenproduktion von Stoffwelten vernäht. Es sind leider nur sechs Teilchen (in den Größen 56 und 68) insgesamt geworden, für mehr war mir einfach viel zu warm. Aber: diese sechs bringen zumindest optisch eine salzig-kühle Meeresbrise mit, wenn es schon das Wetter nicht tut.

 

Und hier sind ein paar Fotos der Schmuckstücke, die hoffentlich bald ein kleiner Milchvampir tragen darf 🙂

Alles Neu macht der Mai

Man man man, es war wirklich Zeit.
Nach 5, 6 Jahren (?) Brache wegen diesem und jenem ist sie jetzt endlich da: meine generalüberholte Homepage.
Immer, wenn ich mir fest vorgenommen hatte mich an die Seite zu setzen, kam irgend etwas dazwischen – ihr kennt das. Meistens war es die Arbeit, denn Kunden gehen nun mal vor. Da muss der eigene Spielplatz warten.
Jetzt aber hatte ich Zeit, jemanden, der mir Feuer unterm Hintern gemacht hat UND Hilfe bei der Umsetzung. Tataa, fertig! Vielleicht noch etwas leer, aber das wird sich jetzt hoffentlich ratz fatz ändern!

Und wer sich fragt, was das Papierboot da macht: es ist in Schneenot. Ende April. Wirklich.